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Können depressive Menschen lieben?

Können depressive Menschen lieben

Von einer Depression sind heutzutage immer mehr Menschen betroffen. Doch nicht nur die Person selbst leidet unter den Folgen, sondern auch ihr Umfeld.

Wenn du in einer Beziehung mit einem depressiven Menschen bist oder dich selbst in einer depressiven Phase befindest, werden dir dabei vermutlich einige Besonderheiten aufgefallen sein. Ein depressiver Mensch sieht die Welt mit anderen Augen und verhält sich auch im sozialen Miteinander häufig anders als andere.

Gerade in Beziehungen – vor allem in partnerschaftlichen Beziehungen – wird dies häufig zur Hürde für beide Partner. Oft stellen sich Menschen deshalb die Frage: „Können depressive Menschen lieben?“

Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn zu den Symptomen einer Depression gehören Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Zurückgezogenheit. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Frage aufkommt, ob ein Mensch, der häufig niedergeschlagen sowie antriebslos ist und sich extrem zurückzieht, überhaupt Liebe empfinden kann.

Falls du also in einer Beziehung mit einem depressiven Menschen bist und dich fragst: „Können depressive Menschen lieben?“, bist du mit dieser Frage nicht allein.

Diese Frage wird in dem folgenden Artikel beantwortet. Du erhältst zunächst einige Informationen darüber, was einen depressiven Menschen überhaupt ausmacht und was es für eine Beziehung bedeutet, wenn einer der beiden Partner depressiv ist.

Es wird darauf eingegangen, wie depressive Menschen die Welt sehen und was der andere Partner tun kann, um den depressiven Partner besser zu verstehen.

Im Anschluss erfährst du, wie du trotz Depression eine schöne Beziehung leben und erleben kannst. Am Ende erhältst du zudem noch eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Tipps, wenn es darum geht, eine Beziehung mit einem depressiven Menschen zu führen.

Können depressive Menschen lieben?

Können depressive Menschen lieben?In einer depressiven Phase ist ein Mensch häufig nur mit sich selbst beschäftigt, verhält sich eher passiv und antriebslos und kann seinem Partner nicht viel geben. Manchmal können die Mitmenschen nicht nachvollziehen, warum sich ein Mensch so verhält.

Hat der/die Betroffene gerade keine depressive Phase, so zeigt er oder sie jedoch intensive Zuneigung. Allerdings kannst du nicht alle depressiven Menschen über einen Kamm scheren. Jeder Mensch ist individuell und zeigt somit auch in einer Partnerschaft verschiedene Verhaltensweisen.

Darüber hinaus gibt es bei dieser Krankheit geschlechtsspezifische Unterschiede. Die Frage „Können depressive Menschen lieben?“ ist somit nicht ganz so leicht zu beantworten, sondern erfordert ein tieferes Verständnis für die Krankheit der Depression.

Eines ist aber sicher: Auch depressive Menschen können lieben, sie sind wie jeder Mensch liebenswert und können auch selbst Liebe empfinden.

Lese Empfehlung:
Hast du eine Trennung hinter dir und leidest seitdem an einer Depression? Dann schaue dir den Artikel: Depression nach einer Trennung an. 

Was bedeutet es für die Beziehung, wenn der Partner depressiv ist?

Eine Depression weist verschiedene Symptome auf. Darunter befinden sich beispielsweise solche wie Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, manchmal aber auch Aggressivität oder Wut.

All diese Symptome gehen mit der psychischen Störung einer Depression einher. Das Außergewöhnliche an dieser Erkrankung ist, dass es hierbei nicht hilfreich ist, den Menschen zu trösten.

Während es in anderen Situationen oft hilft, von einem anderen oder von dem Partner gut zugeredet zu bekommen, hilft dies bei einem depressiven Menschen meistens nicht. Denn tröstende Wort und Zuneigung kommen bei demjenigen oft einfach nicht an.

Auch eine tiefgründige Liebeserklärung des Partners kann einen depressiven Menschen zwar ganz leicht aufmuntern, die Krankheit jedoch nicht heilen.

Denn einer Depression gehen schwere psychische Belastungen sowieso genetische und biologische Ursachen voraus. Aus diesem Grund helfen hier am besten eine ärztliche und psychotherapeutische Behandlung.

Wie sehen depressive Menschen die Welt?

Wie sehen depressive Menschen die Welt?

Wenn du selbst nicht an einer Depression leidest, fällt es dir möglicherweise schwer, einen depressiven Menschen oder einen depressiven Partner zu verstehen. Wer depressiv ist, der hat in der Regel keinen Antrieb, fühlt sich erschöpft und verliert sich schnell in negative Gedanken.

Solche Menschen grübeln häufig, ohne dabei zu einer Lösung zu kommen. Sie spüren Leere und haben oft das Gefühl zu sich selbst verloren.

In der Regel ist es also so, dass die inneren Befindlichkeiten unabhängig von äußeren Umständen sind. Darüber hinaus mangelt es depressiven Menschen enorm an Selbstliebe.

Manchmal sind sie richtig wütend auf sich selbst, auch wenn sie dies nicht immer an sich selbst auslassen. Auch als Partner kannst du schnell zur Zielscheibe für unangenehme Aggressionen werden.

Es kann also sein, dass dein depressiver Partner sich über sich selbst ärgert, dir jedoch die Schuld in die Schuhe schiebt und damit beispielsweise für einen unnötigen Streit sorgt.

Manchmal ist der depressive Partner oder die depressive Partnerin aber auch einfach nur traurig und weint aus scheinbar unerklärlichen Gründen. Der andere weiß dann oft nicht, welche die richtige Reaktion darauf ist.

Wenn dein Partner / deine Partnerin sich so verhält, dann bedeutet dies jedoch nicht, dass er/sie dich nicht liebt. Er/sie hat nur mit den Symptomen seiner/ihrer Krankheit zu kämpfen.

Was kann ich tun, wenn mein Partner depressiv ist?

Gerade in einer Partnerschaft geht es darum, füreinander da zu sein, sich zu öffnen und über alles miteinander zu sprechen. Dies gilt auch oder vor allem dann, wenn einer der beiden Partner depressiv ist.

Auch wenn du dein eigenes Verhalten oder das Verhalten deines Partners im Moment nicht verstehst, solltest du nicht versuchen, dich zu verstellen. Sprich mit deinem Partner offen darüber, was dich momentan bewegt.

Viele depressive Menschen haben Probleme damit, neue Beziehungen einzugehen, weil sie sich unsicher fühlen und nicht genau wissen, wie Liebe funktioniert. Daher müssen andere Menschen mehr Geduld für sie aufbringen, was gerade in Liebesangelegenheiten nicht immer einfach ist.

Depressive Menschen versinken schnell in Sorgen und sind häufig energielos. Auch eine Beziehung braucht selbstverständlich Pflege und Aktivität. Deshalb ist die Energielosigkeit des depressiven Partners oftmals eine Hürde.

Jedoch gibt es in der Depression verschiedene Phasen, sodass auch die Energie nicht immer auf dem gleichen Level ist. Wichtig ist deshalb, dass beide Partner viel miteinander kommunizieren, sodass sich der gesunde Partner besser auf den depressiven Partner einstellen kann.

Wie können wir trotz Depression eine schöne Beziehung führen?

Beziehung mit DepressionAuch trotz und mit einer Depression können tolle Liebesbeziehungen entstehen. Zudem wertschätzt ein depressiver Partner eine schöne Beziehung ganz besonders.

Während einer akuten depressiven Episode kann der Betroffene diese Wertschätzung jedoch nicht so sehr zeigen, wie es der gesunde Partner gewohnt ist. Gerade zu Beginn einer Beziehung oder beim Kennenlernen kann dies schnell zur Herausforderung werden.

Denn zu dieser Zeit kann der gesunde Partner den depressiven Partner noch nicht genau einschätzen und ist deshalb nicht selten verwirrt über dessen Verhalten. Deshalb kann die Situation schnell belastend werden und die Entstehung einer Beziehung ist dadurch leider oft gestört.

Haben sich zwei Menschen jedoch gefunden und kennen sich sehr gut und lieben sich innig, kann hieraus eine sehr schöne Liebesbeziehung entstehen. Der gesunde Partner weiß dann, dass er die depressiven Episoden seines Partners nicht persönlich nehmen darf.

Wer seinen Partner wirklich liebt, der wird diesen auch nicht aufgrund einer solchen Erkrankung verlassen. Nichtsdestotrotz ist eine solche Liebesbeziehung eine Herausforderung und es gibt einige Aspekte, die einem Menschen, der einen depressiven Partner hat, bewusst sein sollten.

Das solltest du beachten, wenn dein Partner depressiv ist:

  • Du kannst die Krankheit deines Partners nicht heilen, auch nicht durch innige Liebeserklärungen und Liebesbeweise.
  • Du solltest nicht versuchen, ihn aus seiner Depression zu retten, denn deine Aktivität allein wird hierbei nicht ausreichend sein.
  • Im besten Fall hilfst du deinem Partner, professionelle Hilfe zu suchen.
  • Darüber hinaus solltest du auf Veränderungen deines Partners achten, um ihn bestmöglich zu unterstützen.
  • Wichtig ist außerdem, dass du dich dabei nicht selbst vergisst: Sorge gut für dich selbst, damit du nicht unter der Depression deines Partners leidest und sein Verhalten dich nicht verletzt.
  • Sei dir darüber bewusst, dass du bei einem solchen Menschen nicht alles persönlich nehmen darfst.
  • Wenn du merkst, dass du mit dem depressiven Verhalten deines Partners nicht klarkommst, ihn aber liebst und nicht verlassen möchtest, dann solltest du dir selbst professionelle Hilfe suchen. Denn nicht nur dein Partner, auch du kannst von einem Psychotherapeuten im Umgang mit der Situation unterstützt werden.

Fazit:

FazitAuch mit einem depressiven Menschen kann man eine schöne und innige Liebesbeziehung führen. Wichtig ist dabei, dass beide Partner miteinander kommunizieren und der gesunde Partner sich auf die außergewöhnlichen Verhaltensweisen des anderen Partners einstellt.

Darüber hinaus sollte bei einer Depression immer professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Diesen Weg können beide Partner gemeinsam gehen. Damit können sie nicht nur das eigene Leben, sondern auch das gemeinsame Liebesleben erheblich verbessern.

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